Die Getränkeautomaten von Coca-Cola sind mittlerweile fast genau so bekannt wie die Marke selbst. Seit Sommer letzten Jahres setzt das Unternehmen neue Maschinen ein, die deutlich mehr können als zuvor - auch dank Microsofts Windows CE.

Die "Freestyle" getauften Automaten können bis zu 120 verschiedene Getränke herstellen und lassen sich per Fernwartung steuern. Sie erlauben außerdem das Nachvollziehen der Verkäufe je nach Tageszeit. Letztlich sollen die mit Touchscreens ausgerüsteten Geräte an die Stelle der bisher üblichen Automaten mit sechs bis acht einzelnen Getränke-Dispensern treten. Der Vorteil für Coca-Cola besteht vor allem darin, dass man das gesamte Sortiment inklusive aller Geschmacksrichtungen anbieten kann. Künftig können also auch Energy Drinks, koffeinfreie Cola und diverse weitere Nischenprodukte über den gleichen Automaten angeboten werden.

Wie bei den älteren Geräten stellt auch der "Freestyle" die Getränke durch Mischung von Konzentraten mit Wasser und Kohlensäure her. Der Unterschied besteht in der Verwendung von kleineren Konzentrat-Kartuschen, deren Inhalt mit Hilfe von Technologie aus dem Bereich der Medizin in sehr kleinen Mengen individuell für eine Vielzahl von Rezepturen abgemessen und verwendet werden kann.

Unter der Haube steckt ein Embedded-System von Samsung, auf dem ein speziell angepasstes Windows CE arbeitet. Über den Touchscreen wählt der Kunde einfach das gewünschte Getränk aus, nachdem er einen Behälter unterhalb der Ausgabedüse platziert hat. Die Verwendung einer Software-Lösung erlaubt unter anderem den Bezug von Nachschub basierend auf der tatsächlichen Nachfrage.